Atlantische Lachse in der Lüssel und Lützel

Der Fischereiverein Thierstein engagiert sich für die Wiederansiedlung des Atlantischen Lachses in unseren regionalen Fliessgewässern. Das Wiederansiedlungsprogramm hat zum Ziel, mittel- bis langfristig einen selbsterhaltenden Lachsbestand zu etablieren. In der Brutanstalt in Büsserach wurden befruchtete Lachseier in sogenannten Unterstromkästen/Brutrinnen ausgebrütet. Wasserqualität, Durchflussmenge sowie Wassertemperatur und Hygiene sind hierbei äusserst wichtige Faktoren und entscheidend für den Bruterfolg. Täglich wurden diese Parameter von freiwilligen Vereinsmitgliedern überwacht. Unbefruchtete sowie abgestorbene Eier mussten mühsam mit einer Pipette aussortiert werden. Dieser enorme Aufwand hat sich jedoch gelohnt. Nach ca.75 Tagen schlüpften die ersten Lachslarven und blieben bis zur Absorption des Dottersackes wohlbehütet in unserer Fischzucht. Schlussendlich konnten wir ca. 4000 Lachsbrütlinge in die Freiheit entlassen. Diese Winzlinge beheimaten nun die Lüssel und die Lützel. Etwa zwei Jahre verbleiben die jungen Lachse nun im Fliessgewässer, bevor sie als sogenannte «Smolts» ins Meer abwandern. Danach hoffen wir, dass einige dieser Lachse als laichfähige Muttertiere zurückkehren und auf natürlichem Wege für Nachwuchs sorgen. Vorausschauend haben die Vereinsmitglieder des FVT bereits in unzähligen Arbeitsstunden, mit dem Projekt «Fischer schaffen Lebensraum», für sehr gute Laichgründe in der Lüssel gesorgt.

 

Kristijan Sever
Vize-Präsident
FV Thierstein